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Dynamische Preise

Mit dynamischen Preisen passt CampOne die Preise Ihrer Stellplätze automatisch an die aktuelle Nachfrage an — höher in stark nachgefragten Wochen, tiefer in schwächeren Phasen. Sie definieren die Regeln einmal; das System rechnet danach im Hintergrund weiter und schlägt Ihnen Anpassungen vor.

Dynamische Preise sind besonders wirksam, wenn:

  • die Nachfrage stark schwankt (Wochenende vs. Wochentag, Hauptsaison vs. Nebensaison)
  • die Vorlaufzeit eine Rolle spielt (Frühbucher vs. Last Minute)
  • es Premium-Plätze gibt, deren Knappheit ein Preispremium rechtfertigt

Plätze mit konstant hoher oder niedriger Auslastung über die Saison profitieren weniger.

Die Regeln definieren Sie unter Einstellungen → Dynamische Preise. Drei Regeltypen:

Beispiel: bei mehr als 70 % belegten Plätzen eines Typs steigt der Preis automatisch um 10 %, bei mehr als 90 % um 20 %.

AuslastungAufschlag
< 50 %0 %
50–70 %+5 %
70–90 %+10 %
> 90 %+20 %

Die Schwellen und Aufschläge sind frei wählbar.

Beispiel: 90 Tage vor Anreise gilt der Frühbucherpreis (−10 %), 30–90 Tage Standardpreis, weniger als 14 Tage Last-Minute-Rabatt (−5 %) — letzterer nur bei niedriger Auslastung.

Pro Kalenderwoche oder Datumsbereich legen Sie einen festen Saisonfaktor fest:

  • Vor- und Nachsaison: Faktor 0.8
  • Hauptsaison: Faktor 1.0
  • Spitzenwochen (Schulferien, Brückentage): Faktor 1.3

Saisonfaktoren wirken multiplikativ mit Auslastungs- und Vorlaufzeit-Regeln. Eine Hauptsaisonwoche mit > 90 % Auslastung käme also auf 1.0 × 1.20 = 1.20 — also 20 % über Standardpreis.

Bevor eine Regel scharf geschaltet wird, sehen Sie eine Preisvorschau für die nächsten 12 Wochen — pro Stellplatztyp, pro Tag. Die Vorschau zeigt:

  • aktueller Standardpreis
  • berechneter dynamischer Preis
  • Aufschlag/Rabatt prozentual
  • erwartete Umsatzwirkung (basierend auf historischen Buchungen)

So vermeiden Sie Überraschungen — etwa eine Spitzenwoche, in der der Preis durch eine fehlerhafte Regel auf 200 CHF pro Nacht steigt.

Sie wählen, wie automatisch das System wirken darf:

ModusVerhalten
VorschlagCampOne schlägt Anpassungen vor, Sie bestätigen einzeln
Wöchentliche FreigabeCampOne berechnet die kommende Woche, Sie geben einmal pro Woche frei
VollautomatischAnpassungen werden direkt ausgelöst, Sie sehen das Ergebnis im Reporting

Für den Einstieg empfehlen wir wöchentliche Freigabe. Nach 1–2 Saisons mit konstanten Resultaten können Sie auf vollautomatisch wechseln.

Pro Stellplatztyp definieren Sie eine harte Untergrenze (z. B. 22 CHF) und eine harte Obergrenze (z. B. 65 CHF), die das System unter keinen Umständen unter- oder überschreitet. So schützen Sie sich vor Fehlsteuerungen — etwa wenn ein bevorstehendes Festival den Preis sprengen würde.

Im Reporting unter Berichte → Pricing-Wirkung sehen Sie pro Periode:

  • Anzahl Buchungen pro Preispunkt
  • ADR mit und ohne dynamische Preise (Vergleich zu Vorjahr)
  • Konversionsrate im Online-Widget pro Preisstufe
  • Stornoquote pro Preisstufe

Dies erlaubt eine objektive Bewertung, ob die Strategie greift.

  • Treueprogramm: der Treuerabatt wird nach dem dynamischen Preis berechnet — Stammgäste profitieren also auch in Spitzenzeiten.
  • Channel-Manager: dynamische Preise werden an alle Kanäle synchronisiert. Ein Aufschlag pro Kanal ist zusätzlich möglich.
  • Online-Widget: Preise erscheinen tagesaktuell mit korrekter Anzeige (Standardpreis durchgestrichen, dynamischer Preis daneben).
  • Klein anfangen. Eine einfache Auslastungsregel (+10 % über 80 %) bringt oft bereits 5–8 % Mehrumsatz.
  • Wochenende-Premium prüfen. Wenn Wochenenden konstant ausgebucht sind, lohnt sich oft ein fester Wochenend-Aufschlag — einfacher als komplexe Regeln.
  • Kommunikation. Nutzen Sie das Reporting, um den Effekt mit Ihrer Geschäftsleitung zu besprechen — dynamische Preise wirken oft kontraintuitiv (höhere Preise = höhere Margen, nicht zwingend weniger Buchungen).