Auslastung
Die Auslastungsanalyse zeigt Ihnen, wie gut Ihr Platz tatsächlich genutzt wird — nicht abstrakt, sondern auf den Tag und den Stellplatztyp genau. Sie ist die Grundlage für Pricing-Entscheidungen, Marketingaktionen und Investitionsplanung.
Kennzahlen
Abschnitt betitelt „Kennzahlen“CampOne berechnet pro Periode automatisch:
| Kennzahl | Formel | Wofür |
|---|---|---|
| Belegungsgrad | belegte Nächte / verfügbare Nächte | Klassische Auslastung |
| ADR (Average Daily Rate) | Stellplatzumsatz / belegte Nächte | Durchschnittspreis |
| RevPAR (Revenue per Available Pitch) | Stellplatzumsatz / verfügbare Nächte | Pricing-Effizienz |
| Stay length | Σ Nächte / Anzahl Buchungen | Aufenthaltslänge |
| Lead time | Buchungsdatum bis Anreise | Buchungsverhalten |
| Cancellation rate | stornierte / total Buchungen | Reservationsqualität |
Auslastung wird nach belegten Stellplatztagen gerechnet, nicht nach Personen — das ist der Standard im Schweizer Beherbergungsgewerbe und damit vergleichbar mit Branchen-Benchmarks.
Auslastungsrate pro Tag, Woche und Saison
Abschnitt betitelt „Auslastungsrate pro Tag, Woche und Saison“Über die Auswahl oben rechts wählen Sie die Aggregation:
- Tag: Heatmap über die Saison, jeder Tag eine Zelle (typisch Auslastung über 365 Tage)
- Woche: Balkendiagramm Wochen-für-Wochen, geeignet für die Planung kommender Wochen
- Monat: Standardansicht für die Saisonbilanz
- Saison: gegen die Vorjahre (siehe Saisonvergleich)
In der Tagesansicht erkennen Sie auf einen Blick die schwachen Wochentage — etwa Sonntag- bis Mittwochnächte —, an denen sich gezielte Aktionen lohnen.
Vergleich zwischen Stellplatztypen
Abschnitt betitelt „Vergleich zwischen Stellplatztypen“Die Aufschlüsselung pro Stellplatztyp deckt häufig auf, dass nicht alle Typen gleichmässig nachgefragt sind. Typisch:
- Standard-Plätze haben hohe Belegung, aber niedrigen ADR
- Komfort mit Strom ist im Sommer schneller ausgebucht als Standard — möglicher Grund für Preisanpassung
- XXL-Plätze sind in der Nebensaison oft frei — gute Kandidaten für Frühbucherrabatte
Über die Filterleiste blenden Sie einzelne Typen aus oder vergleichen sie nebeneinander.
Drilldown
Abschnitt betitelt „Drilldown“Ein Klick auf eine Zelle (Tag, Woche, Stellplatztyp) öffnet die Liste der zugehörigen Buchungen. Sie können so direkt nachvollziehen, woher der Umsatz kommt: aus dem Online-Widget, vom Channel-Manager, aus telefonischen Reservationen?
Im Gegenzug öffnet ein Klick auf einen einzelnen Stellplatz dessen Auslastungskalender — hilfreich, wenn Sie prüfen, ob ein bestimmter Platz öfter ungenutzt ist als andere und ggf. umklassiert werden sollte.
| Filter | Wirkung |
|---|---|
| Stellplatztyp | Beschränkt Auswertung auf einen oder mehrere Typen |
| Sektor | Teilbereich Ihres Platzes (z. B. „See” vs. „Wald”) |
| Buchungskanal | Online-Widget, Telefon, Channel-Manager, Walk-in |
| Herkunftsland | Z. B. nur Schweizer Gäste |
| Mindest-Aufenthaltsdauer | Nur Buchungen ab X Nächten |
Filter wirken sich auf alle Kennzahlen gleichzeitig aus — ein konsistentes Bild über alle Diagramme einer Auswertung.
Exportoptionen
Abschnitt betitelt „Exportoptionen“Jede Auswertung lässt sich exportieren:
- PDF-Bericht für Sitzungen oder Bankgespräche, mit Logo und einleitendem Text
- Excel-Datei mit allen Daten zur Weiterverarbeitung
- CSV für Datenanalyse in eigenen Tools (Power BI, Looker Studio)
- Bild (PNG) eines einzelnen Diagramms zum Einfügen in Präsentationen
PDF-Berichte können automatisiert verschickt werden — z. B. jeden Montag eine Wochenübersicht an die Geschäftsleitung. Das richten Sie unter Berichte → Geplante Versendung ein.
- Belegungsgrad allein ist täuschend. Eine Saison mit 90 % Belegung und 30 % weniger ADR bringt weniger Umsatz als 75 % Belegung mit gleichem Preis. Schauen Sie immer auch RevPAR.
- Wochentag-Muster ernst nehmen. Wenn Sonntagnächte regelmässig leer sind, ist das ein Marketing-Hebel — nicht ein „Naturgesetz”.
- Vergleichen Sie Vorjahr und Vorjahresperiode. Saisonvergleich ist hier mächtiger als absolute Zahlen.