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Go-Live

Der Go-Live ist der Moment, in dem CampOne Ihr produktives System wird. Wir stimmen den Termin eng mit Ihnen ab — typischerweise ausserhalb der Hauptsaison, häufig im Februar oder März für die Sommer-Saison, oder im Oktober für die Wintersaison. Ein gut geplanter Go-Live verläuft fast langweilig: Daten sind da, Mitarbeitende sind geschult, Hotline ist erreichbar.

Eine Woche vor Go-Live laufen folgende Schritte:

  • Cutover-Termin ist gesetzt (Datum und Uhrzeit)
  • Mitarbeitende sind informiert und haben einen ersten Schulungstermin gehabt
  • Online-Widget ist auf der Test-Subdomain freigegeben
  • Bestehende Buchungen sind im Sandbox-Tenant geprüft
  • Backup des alten Systems liegt vor
  • Ansprechpartner für Notfälle ist auf beiden Seiten benannt

48 Stunden vor Go-Live verschickt CampOne eine Pre-Flight-Checkliste an Sie — mit allen Punkten, die für den Start grün sein müssen.

Der eigentliche Cutover findet meist abends statt (z. B. 22:00). Ablauf:

SchrittWerDauer
Altes System einfrieren (kein Schreibzugriff mehr)Sie5 min
Delta-Export der letzten BuchungenSie15 min
Endgültiger Import in CampOneCampOne30–60 min
Stichprobenprüfunggemeinsam30 min
Online-Widget produktiv schaltenCampOne5 min
Freigabe-E-Mail an Ihr TeamSie5 min

Insgesamt typischerweise 2–3 Stunden. Bei grossen Datenmengen oder komplexen Konfigurationen planen wir ein längeres Wartungsfenster.

Schulung erfolgt entweder am Tag des Cutover (Vormittag) oder am Folgetag, je nach Vorliebe Ihres Teams. Pro Rolle bieten wir eine eigene Sitzung:

RolleInhaltDauer
EmpfangKalender, Buchung anlegen, Check-in/-out, TWINT, Suche90 min
BuchhaltungRechnungen, Zahlungseingänge, Mahnwesen, MWSt-Auswertung60 min
ManagerReporting, Tarife ändern, Saisonvergleich60 min
InhaberAudit-Trail, Compliance, Strategie45 min

Vor Ort, per Videocall oder hybrid — Sie wählen. Eine Aufzeichnung der Schulungen wird im Anschluss zur Verfügung gestellt, damit neue Mitarbeitende später nachschauen können.

Das Widget wird mit einer kurzen Übergangsphase scharf geschaltet:

  1. Auf Ihrer Website wird der Embed-Code ersetzt — alte Lösung weg, CampOne-Widget rein.
  2. Erste Test-Buchung von einem Teammitglied (typisch: Ihre Buchhaltung bucht eine fiktive Familie).
  3. Ende-zu-Ende-Prüfung: Bestätigungsmail, Gästeportal-Link, TWINT-Zahlung, HESTA-Zählung.
  4. Freigabe-E-Mail an Ihr Empfangsteam — ab jetzt ist alles produktiv.

Die alte Buchungslösung bleibt für ca. 7 Tage als Read-only-Spiegel verfügbar — falls jemand noch eine alte Bestätigung sucht.

In den ersten 14 Tagen haben Sie einen Direkt-Draht zu unserem Support:

  • Werktags 8:00–20:00: Antwort innerhalb von 30 Minuten
  • Wochenende und Feiertage (relevant für Camping): Antwort innerhalb von 2 Stunden
  • Eskalationsweg für kritische Probleme (Zahlung blockiert, HESTA-Meldung scheitert)

Die Hotline-Nummer wird beim Go-Live übergeben. Speichern Sie die direkt in den Tablets am Empfang — schneller als E-Mail-Suche.

In den ersten 7 Tagen prüfen wir täglich gemeinsam (15 Minuten Videocall):

  • Neue Buchungen — sind sie korrekt erfasst?
  • Eingehende Zahlungen — werden sie richtig zugeordnet?
  • Erste HESTA-Tageswerte — stimmen die Zahlen mit Ihrer Erwartung überein?
  • Auffälligkeiten im Audit-Trail — gab es ungewöhnliche Aktionen?

Diese Daily Checks sind die wirkungsvollste Massnahme gegen schleichende Fehlbedienung in der ersten Woche.

Nach 30, 60 und 90 Tagen folgt ein strukturiertes Review (60 Minuten):

ReviewSchwerpunkt
30 TageBedienung im Alltag — was läuft, was hakt?
60 TageErste Reportings — sind die Zahlen plausibel?
90 TageStrategische Anpassungen — Tarife, Add-ons, Workflows

Ab dem 90-Tage-Review wechseln Sie auf den Standard-Support — Tickets statt Hotline, mit klarem SLA.

Trotz aller Vorbereitung kommen Überraschungen vor. Häufige Themen und unsere Antworten:

ProblemReaktion
Online-Widget zeigt falsche VerfügbarkeitSofortige Notabschaltung möglich, Korrektur innert 1 Stunde
TWINT-Zahlung scheitertTickets direkt an unseren Payments-Partner, parallel manuelle Erfassung möglich
Falscher Tarif auf BestätigungWir korrigieren manuell, schicken Korrekturmail, ändern die Konfiguration
HESTA meldet FehlerKorrektur in der nächsten Tagesmeldung — keine Strafe bei zeitnaher Korrektur

Wichtig: Niemals selbst in der Datenbank fummeln — auch wenn ein Mitarbeitender Datenbankzugriff hatte, soll das gesperrt sein. Korrekturen ausschliesslich über die UI oder via Support.

  • Channel-Manager-Aktivierung (falls geplant) typischerweise in Woche 3–4
  • Dynamische Preise ab Woche 6 (sobald genug Bewegung im System)
  • Reporting-Routinen ab dem ersten Monatsabschluss

Diese Erweiterungen werden in eigenen Onboarding-Schritten geplant — nicht alles auf einmal.

  • Saisonende-Termin nutzen. Ein Go-Live im Oktober vor der Sommerplanung gibt 4 Monate Eingewöhnung, bevor das System unter Volllast steht.
  • Rückfallplan parat halten. Auch wenn er nie genutzt wird: ein klar dokumentierter Plan, wie Sie 24 Stunden ohne digitales System weiterarbeiten, beruhigt das Team.
  • Mitarbeitende motivieren. Eine kleine Anerkennung — Pizza am Schulungstag, Erwähnung im Newsletter — macht den Start spürbar leichter.