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Saisonvergleich

Der Saisonvergleich stellt die laufende Saison den Vorjahren gegenüber — auf der gleichen Kalenderwoche, dem gleichen Wochentag, dem gleichen Stellplatztyp. Sie sehen so frühzeitig, ob ein Trend nach oben oder unten zeigt, lange bevor die Saison statistisch abgeschlossen ist.

Standardmässig zeigt CampOne den Vergleich für 2 und 3 Vorjahre. Drei Jahre genügen meist, um saisonale Muster von echten Trends zu unterscheiden — ein Ausreisserjahr (Corona, Hitzewelle, Frankenstärke) wird so geglättet.

KennzahlVergleichsbasis
Belegte Nächtegleiche Kalenderwoche im Vorjahr
Umsatzgleicher Zeitraum, gleicher Stellplatztyp
Anzahl Buchungengleiche Stichtagsabsolute
Lead timeBuchungsdatum bezogen auf Anreise
Stay lengthgleiche Periode

Im Header sehen Sie auf einen Blick: „Aktuelle Saison +12 % Umsatz, −5 % Belegung, ADR +18 %” — eine typische Mischung, wenn Sie Preise erfolgreich angehoben haben.

Der Vergleich zeigt nicht nur, was schon passiert ist, sondern auch was sich anbahnt. Im sogenannten Pace-Report stellen wir gegenüber:

  • Buchungen, die heute (z. B. 28. April) bereits für den Sommer eingegangen sind
  • vs. Buchungen, die zum gleichen Stichtag in den letzten Jahren bereits eingegangen waren

Liegt der aktuelle Pace 15 % unter dem Vorjahr, sollten Sie über eine Marketing- oder Pricing-Massnahme nachdenken — solange noch genug Vorlaufzeit besteht. Ein roter Pace-Indikator erscheint automatisch, wenn die Abweichung kritisch wird.

Die Analyse zeigt, wann Gäste typischerweise buchen:

  • Frühbucher (mehr als 90 Tage vor Anreise) — meist Familien mit Schulkindern
  • Mittelfristig (30–90 Tage) — gemischtes Publikum
  • Last Minute (weniger als 30 Tage) — Camper, Wandergäste, Spontanreisende

Hat sich diese Verteilung gegenüber Vorjahren verschoben, ändert das Ihre Marketingstrategie: mehr Last-Minute heisst mehr Werbedruck nahe am Reisedatum, mehr Frühbucher heisst Newsletter im Februar.

Pro Vorjahresperiode wird auch die Aufteilung nach Herkunftsland gezeigt. Typische Beobachtungen:

  • DE-Anteil sinkt, NL-Anteil steigt — Hinweis auf veränderte Zielgruppe
  • CH-Anteil steigt — oft Folge von Frankenstärke oder politischer Lage
  • FR/IT-Anteile schwanken stark mit Wetter und Brückentagen

Ein Klick auf ein Land öffnet den Drilldown: welche Stellplatztypen, welche Aufenthaltsdauer, welcher Kanal — Sie können Ihre Massnahmen entsprechend ausrichten.

CampOne markiert in den Diagrammen automatisch:

  • Schweizer und kantonale Schulferien
  • Auffällige Wetterereignisse (importiert von MeteoSchweiz)
  • Eigene Markierungen (z. B. eigenes Festival, Wartung, Closure)

So vermeiden Sie Fehlinterpretationen — eine schwache Septemberwoche im Vergleich zu einem Bombensommer-September im Vorjahr ist kein „Trend”.

Wie überall in der Analytik: PDF, Excel, CSV, einzelne PNG. Zusätzlich gibt es einen kompakten Saisonbericht als PDF, der typischerweise vom Geschäftsführer oder Verwaltungsrat gewünscht wird:

  • 2 Seiten Zusammenfassung
  • Vorjahresvergleich (Umsatz, Belegung, ADR, RevPAR)
  • Top-Stellplatztypen
  • Marktanteil pro Herkunftsland
  • Pace-Report für die kommenden 12 Wochen

Diesen Bericht können Sie automatisch jeden Sonntag erstellen lassen.

  • Vergleichen Sie das richtige Jahr. Bei aussergewöhnlichen Vorjahren (Corona, extreme Wetterereignisse) ist es oft sinnvoll, ein älteres Vorjahr als Vergleichsbasis zu nehmen.
  • Pace ist wichtiger als Belegung. Eine Saison kann am Stichtag schwach aussehen, aber durch hohen Pace stark werden — und umgekehrt.
  • Markieren Sie Ihre eigenen Aktionen. Pflegen Sie selbst Marker für Werbeschaltungen oder Newsletter — so sehen Sie deren Wirkung in der nächsten Saison sofort.